Laufzeit
11. – 22.01.2017
Ort
Junge Kunsthalle, Hans-Thoma-Str. 2-6

Arbeiten von Studierenden zu "Double-Vision:Dürer -Kentridge"

IM ECHO

Eine Ausstellung folgt auf die Ausstellung: Vier Monate lang haben sich Studierende der Kunstakademie Karlsruhe im Rahmen eines Seminars von Dr. Christina Griebel, Professorin für Fachdidaktik Kunst und Bildungswissenschaften, mit der Ausstellung „Double Vision: Dürer – Kentridge“ in der Kunsthalle Karlsruhe auseinander gesetzt. Die Ergebnisse sind in der Präsentation „Im Echo“ vom 11. bis 22.Januar 2017 nun in der Jungen Kunsthalle zu sehen.

Am Anfang stand für die Seminarteilnehmer eine Erinnerung: Albrecht und ich – Wie sah der Erstkontakt mit Dürer für die größtenteils angehenden Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen aus? Bilder stellten sich ein: „Ritter, Tod und Teufel“ im elterlichen Wohnzimmer über dem Sofa, „Betende Hände“ auf dem Gedenkzettel bei Beerdigungen, die „Melancholia“, vom eigenen Vater in Holz nachgeschnitzt, und das allseits bekannte „Rhinozeros“, das es in der Schule auszufüllen, auszumalen, auszuschneiden, abzupausen, durchzureiben galt. Sind solche Motive nun abgenutzt – tabu für die Kunst? Oder sind sie ein popkulturelles Phänomen?

Ein zweiter Blick richtete sich auf „Meister Albrecht“, der als einer der ersten auf die Vervielfältigung seiner Bildideen setzte. Im jetzigen Medienzeitalter schickte der Südafrikaner William Kentridge seine Darstellungen auf eine Wanderung durch alte und neue Medien.

Ermutigt durch Kentridges Spiel mit dem Vorbild Dürer entwickelten die Studierenden eigene Arbeiten: In Malerei und Druckgraphik, Zeichnung, Skulptur, Installation, Fotografie, Film und Performance erkundeten sie unsere Gegenwart als mediale Schwellenzeit. Das Atelier geriet zum Denkraum und das Junge Museum der Kunsthalle Karlsruhe wird nun zum Raum der Begegnung mit dem Anderen, der Albrecht und William, aber auch ganz anders heißen kann. Die Studierenden versuchten, Antworten auf die Fragen zu finden: Womit locke ich den nächsten, der schaut? Wie verleite ich zum Bleiben, zum Ausprobieren und Weiterarbeiten?

In der Jungen Kunsthalle warten nun auf junge und erwachsene Besucher ein Denkbett, ein Frauenblick, ein Horn, ein Kaleidoskop, Bildmaschinen, massige Körper, glitzernde Scherben, Glücksmomente in feinem Strich, Druckzustände im Farbenrausch und die Möglichkeit, mit optischen Geräten und unterschiedlichen druckgraphischen Techniken zu experimentieren.

Während der Dauer der Ausstellung ist jeden Tag einer der Kunststudierenden zwischen 15 und 17 Uhr anwesend, am Samstag, den 21. 1. 2017, alle zusammen. Die Teilnehmer der Ausstellung sind: Martha Burkhardt, Laura Durban, Lukas Giesler, Cedrik Hurst, Anna Köpnick, Julia Merdes, Franziska Merkel, Jonas Müller-Ahlheim, Solveig Schaper, Barbara Schmid, Rahel Schmid, Anna Schmidt, Ralf Wirtz.