Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

warp___ Leni Hoffmann, Manuel Franke, 2017

Fertigstellung des Kunst-am-Bau-Projekts am KIT

armierter Beton, Pigment, Trapezprofil ( Sonderlackierung ), Rasenstück,

Baumbestand, Baumneupflanzung ( Hainbuche )

KIT, Neubau ITEP, Bau 416, Innenhof Standort: Campus Nord, Hermann-von-Helmholtz-Platz 1, 76137 Eggenstein-Leopoldshafen

Einweihung 20. März 2018, 17. 30 Uhr

Heute, am 20. März, um 17.30 Uhr wird das Kunst am Bau Projekt warp von Leni Hoffmann, Professorin an der Kunstakademie Karlsruhe, und Manuel Franke, feierlich auf dem Gelände des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - Campus Nord, Leopoldshafen eingeweiht.

Zur Eröffnung sprechen: Christine von Vangerow, Vizepräsidentin für Personal und Recht des KIT, Julia Dold M.A., Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Bundesbau Baden-Württemberg sowie Dr. Maria Müller-Schareck, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (Kuratorin).

Der Wettbewerb wurde von Leni Hoffmann und Manuel Franke gewonnen, die mit einem gemeinsam, für den Ort entwickelten Kunstwerk reüssierten. Obwohl die beiden Künstler bisher ausschließlich mit dem jeweils eigenen Oeuvre hervorgetreten sind, entwickelten sie als Antwort auf die Wettbewerbsaufgabe erstmals eine gemeinsame Arbeit, die beide künstlerische Handschriften trägt. Nach der mehrwöchigen Ausführung vor Ort wurde das Kunstwerk warp , im Jahr 2017 fertiggestellt.

Auslober des Wettbewerbs KUNST AM BAU für den Neubau 0416 ITEP war das Karlsruher Institut für Technologie, KIT unter Beteiligung der Leitstelle Kunst am Bau der Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Bundesbau Baden-Württemberg.

Manuel Franke (geb.1964) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf (1985 – 1992) bei Prof. Tony Cragg und Prof. Irmin Kamp. Er schloss sein Studium 1992 als Meisterschüler ab. Freischaffender Künstler, Düsseldorf, arbeitet ortsbezogen.

Leni Hoffmann (geb. 1962) studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (1982 – 1987) bei Prof. Georg Karl Pfahler. Sie schloss ihr Studium 1987 als Meisterschülerin ab. Seit 2002 hat Leni Hoffmann eine ordentliche Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe inne. Lebt in Karlsruhe/Düsseldorf, arbeitet in-situ.

Projektbeschreibung der Künstler:

„Das Institut für Technische Physik (ITEP) versteht sich als nationales und internationales Kompetenzzentrum für Fusions-, Supraleitungs- und Kryotechnologie (....) Die Arbeiten des ITEP sind langfristig in den Programmen „Fusion“, „Rationelle Energieumwandlung und –nutzung (REUN)“ sowie „Astroteilchenphysik“ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) verankert.“

Alle Gebäudeteile der gastgebenden Architektur gruppieren sich um einen Innenhof und öffnen sich transparent zu ihm hin. Zusammensichten unterschiedlicher Gebäudeteile des von Behnisch Architekten, Stuttgart verantworteten Neubaus lassen sich herstellen und die baumbestandene Fläche bietet einen Ausblick. Der Innenhof bildet einen kleinen Mikrokosmos, der sowohl als Abkürzung zu anderenGebäudeteilen dient als auch zum Verweilen einladen soll.

Hier findet warp seinen Standort warp befindet sich inmitten einiger Bäume des ursprünglichen Waldes, der an dieser Stelle vor der Gründung des Forschungszentrums in den 50er Jahren das gesamte Gebiet bedeckt hatte. warp erklärt diesen Baumbestand zu einem Teil seiner selbst. Die Neupflanzung einer Hainbuche ergänzt das bestehende Ensemble.

Eine himmelblaue, gesteinsartige Formation ragt nahezu 3 m auf und umspielt dabei einen Baum. Der Baum scheint gleichsam aus dem ruhenden bergartig ansteigenden Element emporzuwachsen. Die andere Seite hat mit ihrer angeschnittenen, glatten Fläche eine gänzlich andere Anmutung. In der vertikalen blauen Wand zeichnet sich das horizontale Relief eines leuchtend gelben Trapezprofils ab. Mit überraschender Beschleunigung scheint sich das farbige Trapezblech durch die blaue Gesteinsplatte geschoben zu haben. Innig mit dem blauen Element verbunden setzt das gelbe 8 Meter lange Element von dort aus seine rasante visuelle Fahrt fort und ragt als leuchtend gelbe, freischwebende Horizontale weit in den Luftraum. Die visuell aktivierte gelbe Horizontale ermöglicht poetische Zusammensichten der künstlerischen Setzung mit der im eigenen Tempo wachsenden Natur. warp liegen sowohl Ruhe als auch Beschleunigung zu Grunde, unerklärlich bleibt die visuelle Dynamik die sich über das Erklärbare hinaus entwickelt.